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Beispiele für Realitäts-Gestaltung
In so vielen Bereichen und alltäglichen Situationen offenbart sich die schöpferische Macht unseres Bewußtseins, daß es
schwierig ist, sie alle zu finden! Deshalb habe ich hier einige wirklich herausragende und motivierende Beispiele aus meinem Leben ausgewählt,
die jene wundervolle Kraft des Selbst verdeutlichen, uns zu den Erfahrungen zu führen, die wir uns wünschen ... &ndash oder, wie es
Mike Dooley in seinen wunderschönen Notes from the Universe formuliert:
"Sometimes when a tiny series of the most unpredictable events occur that otherwise make no sense at all... it's just my way of winking, and hinting
that something big is about to happen." – The Universe
Mein erstes Buch
Meine Zeit auf Ischia
Beruf: Seminarleiter
Meine erste Wohnung in Graz
Schauspiel, Puppenspiel, Märchen und der Einstieg in die Filmbranche
Reisen: Südengland und Irland
Der Wunsch-Kristall
Gute Restaurants
Sonnenschein auf Bestellung
Reisen: Indien
Intermezzo als Buchhändler
Mein erstes Auto
Einer der schönsten Seminarorte
Kreative Führung
Teilnahme an Veranstaltungen
Neue Fotos
Erstes Self-Coaching
Eine neue Waschmaschine
Reisen: Eine Woche Auszeit
Bücher: Die weiße Büffelfrau
Heilungen: Mein Geruchssinn
Go with the Flow – Zwei Tage London
Mein erstes Buch
Schon im Alter von 9 Jahren hatte ich zu schreiben begonnen. Erste Kurzgeschichten, Erzählungen und kleine Theaterstücke entstanden
in der Pubertät. Gemeinsam mit diesen ersten äußerst unbeholfenen Gehversuchen auf literarischem Gebiet prägte sich auch der Wunsch
aus, sie eines Tages veröffentlicht zu sehen. Natürlich hatte ich keine Ahnung vom Verlagswesen, kannte auch niemanden aus der Branche,
war aber all dem zum Trotz nicht von meiner Idee abzubringen, ein Buch zu schreiben. Meine Deutschprofessorin erkannte meine Begabung und
wohl auch mein starkes Mitteilungsbedürfnis – so ergab sich in der Schule hin und wieder die Gelegenheit, daß ich Kurzprosa oder später
auch Gedichte vorlesen konnte, die dann auch oft auch von der Klasse besprochen wurden. Ich bin heute noch sehr dankbar für diese
Möglichkeit, meine Texte zu präsentieren. Dadurch konnte ich mich in bescheidenem Ausmaß als Schriftsteller fühlen.
Dennoch wußte ich damals noch nicht einmal genau, was in meinem ersten Buch drinstehen sollte – bis zu dem Zeitpunkt (ich war, glaube ich,
15), als ich begann, mein bisheriges Verständnis spiritueller Verhältnisse zusammenzufassen. Ich weiß noch, ich nannte das Werk
großspurig "De Vita". Da im Freundes- und Bekanntenkreis schon einige kopierte Blätter mit meinen Gedichten kursierten, fand auch
die erste Version von "De Vita" ihren Weg in fremde Hände ... und auch in die eines Verlegers! Er meinte von sich aus, daß man
daraus doch ein Buch machen könnte. Ich war überglücklich und konnte vor Aufregung kaum schlafen, als ich davon hörte. In kurzer Zeit
stellte ich noch Gedichte, Aphorismen und ein Märchen zusammen, die ich ebenfalls in das Buch mit aufnehmen wollte, "layoutete"
alles auf meinem damaligen Amiga 500 in unterschiedlichsten Schriftarten (die den verschiedenen Stimmungen der einzelnen Texte entsprechen
sollten), druckte alles auf einem Nadeldrucker aus und band das Ganze fein säuberlich in einer Mappe. Diese legte ich "meinem Verleger"
mit stolzgeschwellter Brust vor, als ich ihn das erste Mal auf einer Wanderung traf.
Ich halte ihm heute noch zugute, daß er nicht in schallendes Lachen ausbrach, als er meine Mappe sah. Geduldig erklärte er mir, daß er
für die Herstellung eines Buches die Texte in einheitlichem Format für den PC brauchte und daß das Ganze auch einiges kosten würde. Ich
fiel natürlich aus allen Wolken, ließ mich aber aus irgendeinem Grund trotzdem nicht entmutigen. Freilich wußte ich nach wie vor nicht,
wie ich das Buch realisieren sollte; vor allem die Finanzierung war unmöglich zu bewerkstelligen. Doch nur wenige Stunden später sprach
mich ein Geschäftsmann an, der auch mit auf dieser Wanderung war. Er hatte von meinem Projekt gehört und bot sich einfach so an, mich dabei
zu unterstützen: Er würde mir seinen Laptop zur Verfügung stellen, auf dem ich zuhause alles noch einmal tippen könnte, damit es für einen PC
verwendbar wäre ... und das Beste: Er erklärte sich bereit, die gesamte Finanzierung zu übernehmen! Er konnte das problemlos als Werbungskosten
von der Steuer absetzen. So hatte sich aus heiterem Himmel alles gefügt, damit mein Buch das Licht der Welt erblickte – Verleger, Sponsor
und Arbeitsgerät hatten sich eingefunden.
Die nächsten Monate verbrachte ich außerhalb der Schule hauptsächlich damit, meine Texte noch einmal abzutippen und lernte dabei viel über
das Tippen und Lektorieren. Da mir der gemeinsame Nenner des Inhalts ein Feiern des Göttlichen in all seinen Erscheinungsformen zu sein
schien, nannte ich das Buch schließlich "Hymnen". Es erschien 1993 kurz vor meinem 17. Geburtstag. Auch wenn ich heute über die meisten Stellen
darin nur noch den Kopf schütteln kann (unglaublich, wie geschraubt und altklug ich damals geschrieben habe!), war es eine großartige Erfahrung.
Ich habe mir selbst gezeigt, daß sich etwas völlig Unrealistisches verwirklichen läßt. Darüber hinaus habe ich auch etwas Geld verdient, mit dem
ich mir meinen ersten PC finanzieren konnte.
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Meine Zeit auf Ischia
Schon ungefähr ein Jahr vor meiner Matura war mir klar, daß ich nicht studieren wollte. Jene Studien, die mich angesprochen hätten,
ließen als Geldverdienst praktisch nur ein Lehramt zu, und Lehrer wollte ich nicht werden. Auf der Uni in der Forschung zu bleiben,
war gleichermaßen reizlos für mich. Meine Traumvorstellung war es, für eine Zeit ins Ausland zu gehen, Vorträge über Spiritualität halten
und Menschen inspirieren zu können. Und genau so geschah es.
Als ich mit meiner Familie das erste Mal Urlaub auf Ischia machte, war ich begeistert von der malerischen Schönheit dieser Insel –
genauso wie darüber, daß hier Seminare über Gesundheit und Persönlichkeitsentfaltung angeboten wurden. Als mich der Spiritus Rector dieser
Seminare, bei dem ich eine Woche zu Gast war, beim Abendessen fragte, was ich denn später beruflich machen wollte, sagte ich rundheraus:
"Ich würd gerne selber auf Ischia Vorträge und Seminare halten." Darauf meinte er nur: "Ja, das kannst du bei uns machen. Du
kannst eine Wohnung auf Ischia beziehen und bei uns referieren..." Ich war sprachlos.
Wenige Wochen nach meiner Matura fuhr ich nach Ischia – ohne Italienischkenntnisse, ohne einen gelernten Beruf und das erste Mal
weg von zu Hause. Mit einigen Unterbrechungen blieb ich eineinhalb Jahre dort. Die Insel ist meine zweite Heimat geworden und ich muß
jedesmal seufzen, wenn ich an diese Zeit denke. Kein Studium der Welt hätte mir das beigebracht, was ich mir dort angeignet habe: Ich
hatte meine erste eigene Wohnung, widmete mich in meiner Freizeit ausgiebig und ungestört meinen Interessen, lernte innerhalb eines Monats
Italienisch, durfte mich in professionellem Umfeld als Redner erproben und journalistische Arbeiten schreiben, übte mich darin, Layout und
Grafik am Computer zu erstellen und konnte etliche außergewöhnliche Menschen kennenlernen, zu denen der Kontakt teilweise heute noch hält.
Meine Traumvorstellung hatte sich zu einer meiner schönsten Zeiten in meinem Leben manifestiert.
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Beruf: Seminarleiter
Als ich den Vertrag für meine Zeit auf Ischia unterschrieb, wußte ich, daß ich nur für eine bestimmte Zeit
dort sein wollte; danach hatte ich vor, eine Schauspiel- und / oder Regieausbildung zu machen. Als ich nach eineinhalb Jahren wieder
nach Österreich kam, machte ich die entsprechenden Aufnahmsprüfungen bei Schulen in Salzburg und Wien ... und fiel gnadenlos durch.
Okay, beim Reinhardt-Seminar schied ich vor der letzten Runde aus, dennoch war es eine sehr herbe Enttäuschung. Ich war am Boden zerstört
– heute bin ich heilfroh darüber! (Und zu einer Schauspielausbildung kam ich doch noch.)
Ich war 19 und überlegte, was ich denn nun werden sollte. Studieren wollte ich nach wie vor nicht, nach Ischia zurück zog es mich auch nicht.
Ganz unbedarft fragte ich mich: "Was kann ich denn gut?" Antwort: "Reden!" Daraufhin tauchte augenblicklich die Frage
auf: "Trau ich mir zu, das zu unterrichten?" und mit ihr, tief aus meinem Inneren, die Antwort: "Ja!"
Also machte ich mich selbständig. Natürlich wurde ich von allen, die davon hörten, für verrückt erklärt. Ich sei viel zu jung, hieß es,
und außerdem gebe es schon so viele Seminaranbieter. Vielleicht wollte ich nur beweisen, daß ich es trotzdem schaffe, vielleicht gab
es sonst auch einfach keinen anderen Weg – auf jeden Fall arbeitete ich ein (viel zu umfangreiches) Skript für ein zweitägiges
Rhetorik-Seminar aus und hielt es einige Male im Freundes- und Bekanntenkreis. Ich nehme an, einige der ersten Teilnehmer wollten mir
eine Freude machen, indem sie sich anmeldeten ... und waren erstaunt über die Fortschritte, die sie während der beiden Tage machten!
Einzelne Teilnehmer erzählten begeistert in ihrem Umfeld davon, und so kam ich zu neuen Aufträgen: in der Volkshochschule, in einem
Bildungshaus und bald auch zu einer ersten Firma, für die ich mehrere Jahre lang Seminare zu unterschiedlichen Themen halten konnte.
Denn bei meinen vielseitigen Interessen blieb es natürlich nicht nur bei Rhetorik – in wenigen Jahren hatte ich eine breite Palette
von Inhalten im Angebot. Ohne daß ich je eine Trainerausbildung gemacht hätte, versetzte mich die Überzeugung "Ich bin jetzt Seminarleiter"
in die Lage, mir mein Brot mit dem zu verdienen, was mir heute noch unerschöpfliche Freude macht!
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Meine erste Wohnung in Graz
Das erste Jahr als Seminarleiter lebte ich nach meiner Zeit auf Ischia
wieder zu Hause bei meinen Eltern. Ungefähr so lange brauchte es, bis ich es mir zutraute, ganz von meinem Beruf zu leben. Es zog mich
in eine Stadt, die mir gefiel und von der ich mir gute Möglichkeiten für neue Seminaraufträge versprach; zur Auswahl standen München,
Salzburg oder Graz. Da mein bester Freund in Graz studierte und ich in dieser Zeit meine damalige Freundin kennenlernte, die auch aus
Graz war, fiel die Entscheidung nicht schwer.
Auf Ischia war mir meine Wohnung zur Verfügung gestellt worden, ich hatte keinerlei Erfahrung mit dem Thema Wohnungssuche. Von mehreren
Seiten hörte ich erschreckende Geschichten darüber, wie schwierig und langwierig so ein Prozeß sein kann. Das konnte ich kaum
nachvollziehen. "Ich such mir doch einfach eine aus, die mir gefällt", dachte ich, und stellte eine Liste mit den Kriterien
zusammen, die meine Wohnung idealerweise und unbedingt aufweisen sollte: Im Grünen gelegen, Anschluß an ein öffentliches Verkehrsmittel
ganz in der Nähe, hell und zwischen 40 und 60 Quadratmeter groß, Badewanne, eine akzeptable Miete, Keller wenn möglich, und freundliche
Nachbarn. Dann kaufte ich mir eine Zeitung mit Kaufs- und Verkaufsanzeigen ... und die erste Wohnung, die ich dort einkringelte, wurde es dann auch!
Zunächst schien es Hindernisse zu geben: Den von der Maklerin vorgeschlagenen Besichtigungstermin mußte ich um eine Woche verschieben,
weil ich ein Seminar in München hatte. Sie erwiderte bloß, daß die Wohnung dann bestimmt schon vergeben sei, denn sie wäre sehr gefragt.
Normalerweise hätte ich daraufhin alles Mögliche versucht, um den Termin doch noch an diesem oder am nächsten Tag wahrzunehmen, doch ich
sagte ihr nur: "Wissen Sie, ich hab einfach so ein gutes Gefühl bei dieser Wohnung, die läuft mir nicht weg. Wenn es wirklich die
richtige für mich ist, ist sie in einer Woche auch noch für mich da." Und so war es auch. Zwar besichtigte ich an diesem Tag zuvor
noch drei andere Wohnungen, weil sich das aus Zeitgründen so ergab – und war schockiert über die Zustände dort. Um so größer war
meine Vorfreude, als ich mit der Straßenbahn zu "meiner" Wohnung fuhr. Da ich etwas zu früh dran war, stieg ich eine Station früher
aus und spazierte das letzte Stück von Mariagrün nach Kroisbach. Ich sog die angenehme Atmosphäre dort geradezu in mich auf, die mir den
Eindruck vermittelte, hier willkommen geheißen zu werden. Und als ich dann das erste Mal im Wohnzimmer stand, sagte ich zur Maklerin nur:
"Genau so hat sich's angefühlt. Ich nehm sie!"
Ich weiß von vielen Erzählungen, daß andere teilweise wochen- oder sogar monatelang nach einer geeigneten Wohnung suchen. Mein Vertrauen
ermöglichte es mir, eine für mich damals ideale Wohnung in wunderschöner Lage in nur einem Tag zu finden. Vier Jahre lang wohnte ich dort
und konnte mich auch nur schwer von ihr trennen, als ich dann in die Elisabethstraße zog.
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Schauspiel, Puppenspiel, Märchen und der Einstieg in die Filmbranche
Wie das Schicksal so spielt, wurde zur Zeit, als ich mein erstes Jahr als Seminarleiter noch zu Hause
lebte, ganz in meiner Nähe erstmals eine private Schauspielausbildung angeboten. Ich nutzte diese Gelegenheit mit Begeisterung. Drei
Jahre lang, auch als ich dann schon in Graz wohnte, lernte ich dort die Schauspielerei von der Pieke auf und besuchte zusätzlich noch
Seminare, die von Schauspielern und Regisseuren angeboten wurden. Das versetzte mich in die Lage, einige äußerst wichtige Erfahrungen
auf und hinter der Bühne zu machen, auf die ich später immer wieder zurückgreifen sollte. Obwohl ich keine staatliche Schauspielausbildung
gemacht habe, ergab sich so die Gelegenheit, meine Liebe zur Bühne auszudrücken und viel dazuzulernen!
In dieser Zeit rief mich eines Tages auch eine Regisseurin an, unter der ich früher gespielt hatte und fragte mich, was mir zum Stichwort
Kasperltheater einfalle. "Naja, wie ich als Kind vor meiner Familie Kasperlstücke aufgeführt habe", antwortete ich. "Siehst
Du, das habe ich mir gedacht", erwiderte sie und fuhr fort, daß in der Nähe ein Kasperlspieler gesucht werde. So kam ich zu einer
fabelhaften Bühne, einer großartigen Kollegin, die für das Puppentheater lebt und zur Gunst, für Kinder arbeiten zu dürfen – wieder einmal
nur durch learning by doing!
Nach und nach merkte ich auch, daß meine Faszination für Märchen und Mythen, die mich seit meiner Kindheit begleitet, immer stärker wurde.
Hin und wieder, wenn ich im Freundeskreis ein Märchen erzählte, spürte ich, wie sehr mich das berührte, wie tiefer ich das Märchen dadurch
verstand. Es wuchs der Wunsch, auch das Erzählen zu meinem Beruf zu machen. Aber wieder mal hatte ich keine Ahnung, wie und in welchem
Rahmen ich denn auftreten sollte. Ich konnte mich ja schlecht auf die Straße stellen und einfach den Passanten was erzählen. (Konnte ich nicht?
Doch, ich hab das später aus reiner Experimentierfreude heraus auch getan und dabei sehr lohnende Erfahrungen gesammelt...) Also entschied ich
mich erstmal dazu, im Rahmen meiner Seminare Märchen zu erzählen; anstelle eines Schlußwortes bot sich das ja gut an. Nicht lange, und
ich hatte einen Seminarteilnehmer, der früher Bassist bei OPUS
war. Peter hatte sich inzwischen auf Solo-Kontrabaß spezialisiert und darauf eingestellt, Autoren bei Lesungen zu begleiten. Er war
beeindruckt vom Märchen und sprach mich darauf an, daß wir doch gemeinsam auftreten könnten. Natürlich sagte ich zu! Wann bekommt
man in so jungen Jahren schon die Gelegenheit, mit einem Vollprofi zu arbeiten? In einem kleinen Café hatten wir unsere ersten Abende.
Jedes Mal kamen durch Mundpropaganda mehr Zuhörer, so lange, bis wir einen größeren Raum benötigten. Den fanden wir im Palais Attems,
wo wir über ein Jahr lang jeden Monat auftraten. Und eine der schönsten Bestätigungen für die Realisation dieses Wunsches kam von
Peter selbst, als er mir einmal sagte: "Weißt du Bernhard, wenn man bei einer Welttournee vor Tausenden Menschen auftritt, die alle
nach dir schreien – das kann man eh mit nichts vergleichen. Aber wenn ich mir die paar Menschen hier vergegenwärtige, vor denen
wir jetzt auftreten, und seh, was das in ihnen auslöst – dann ist das eigentlich viel besser."
Die Märchen sollten auch das Sprungbrett zu einem nächsten Betätigungsfeld sein: Seit ich klein bin, liebe ich den Film. Und als es
im Rahmen der Sommerschule für Theater und Straßentheater in Graz
einen Kurs für Film gab, schrieb ich mich ein. Zu dem Zeitpunkt dachte ich überhaupt nicht daran, daß dies mein Einstieg in die
Filmbranche werden sollte! Schließlich wußte ich nichts darüber. An einigen Abenden gab es in diesem Jahr in der Sommerschule den
"Presentation Corner" – jeder Teilnehmer konnte hier frei und ungezwungen seine Talente vorführen. Es wurde jongliert,
bauchgeredet und gesungen ... und ich erzählte zwei, drei Stegreifmärchen. Arno, der Leiter unseres Filmkurses und künstlerischer Leiter
der Filmschule Wien, sprach mich hinterher mit bebender Stimme an: "Genau das brauchen unsere Drehbuchautoren! Und die Regisseure sowieso!
Die können alle schöne Bilder machen, aber keine Geschichten erzählen!" So kam es, daß ich einige Monate später mein erstes Seminar
an der Filmschule Wien hielt. Es kam so gut an, daß Arno mich fragte, ob ich nicht Lehrer für Drehbuch werden wolle. Ich sagte zu.
Autodidaktisch eignete ich mir Wissen und Handwerkszeug des Drehbuchschreibens an, besuchte ein Seminar mit
Christopher Vogler, das (welch "Zufall"!) zu dieser
Zeit in Wien stattfand, und unterrichte heute noch Drehbuch. Wenn ich mir die Zeit dafür nehme, werden auch mal all meine eigenen
Drehbuchideen, die schon als Treatment vorliegen, verwirklicht...
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Reisen: Südengland und Irland
Seit ich mich intensiver mit der keltischen Kultur auseinandersetzte (ab etwa 17 Jahren), hatte ich den goßen Wunsch, Irland zu erleben.
Doch ständig fehlte das Geld dazu. Eines Tages sprach mich mein Freund Christoph aus Linz an: Er wolle eine Reise nach Südengland unternehmen,
aber allein wäre es ihm zu langweilig. Ob ich mitkommen möchte? Er würde für alle Kosten aufkommen. – Ich kann meine Dankbarkeit
dafür heute noch nicht richtig in Worte fassen! Im Juni 2000 erkundeten wir zwei Wochen lang Südengland per Mietwagen. Wir hielten da,
wo es uns gefiel, suchten uns ein Bed & Breakfast, wenn es Abend wurde und genossen das Land in vollen Zügen. Es war die bisher schönste
Reise meines Lebens. Sie führte mich zu Steinkreisen, Menhiren, Hügelgräbern, Kraftorten und heiligen Quellen, die ich schon aus vielen
Vorleben kenne, hielt einen Kornkreis parat und ließ mir London in neuem Licht erscheinen.
Weil uns beiden die Reise dermaßen gefallen hatte und wir auch ausgesprochen gut miteinander ausgekommen waren, sprach mich Christoph ein
Jahr später wieder auf einen gemeinsamen Urlaub an. Der verzögerte sich zwar um ein Jahr, weil wir beide gerade frisch verliebt und uns
unsere Freundinnen wichtiger waren, doch im Sommer 2002 flogen wir – nach Irland! Drei Wochen lang Guiness, Whiskey, Regen, traumhafte
Landschaft, neolithische Fundstätten, mythische Helden, Belfasts gepanzerte Autos, Dublins Poeten und last but not least ungewöhnlich
freundliche Menschen. Bis auf die Wicklow Mountains und die Connemara haben wir jede Region kennen gelernt. Mein Wunsch war in Erfüllung gegangen
– ohne daß es mich einen Cent gekostet hätte!
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Der Wunsch-Kristall
Mein Freund Thomas aus Berlin handelte mit Kristallen, als ich ihn kennen lernte. Jedesmal, wenn wir uns trafen, bestaunte ich die Prachtstücke,
die er im Angebot hatte. Eines Tages fand ich darunter auch einen, der mir wie üblich sofort ins Auge sprang und den ich nicht mehr vergessen
konnte. Doch ich wollte kein Geld mehr ausgeben und sagte nur in Gedanken zu ihm: "Wenn Du zu mir gehörst, kommst du auf irgendeine Weise so
oder so zu mir, mein Lieber ... bis bald!"
Am nächsten Tag reiste Thomas ab. Als ich schlafen ging, fand ich unter meinem Kopfkissen sein überaus großzügiges Geschenk für die
Übernachtungsmöglichkeit bei mir vor: Es war exakt jener Kristall! Er unterstützt mich seither gut, wenn ich an meiner Fähigkeit zweifle,
mir das in meine Realität zu ziehen, was ich mir wünsche.
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Gute Restaurants
Während eines Spazierganges mit meinem Freund Klaus, als wir gerade übers Essen sprachen, kam in mir das spontane Bedürfnis auf, ab jetzt
öfter in wirklich guten Restaurants zu speisen. Ich verspürte auf einmal das Anliegen, aus einer reichhaltigen und exklusiven Karte auszuwählen,
mich bedienen zu lassen, einen guten Wein vorgesetzt zu bekommen und das Ambiente zu genießen. Wie so oft hatte ich damals kaum Geld dafür
und konnte den Wunsch also leicht als unrealistisch loslassen.
Natürlich erfüllte er sich genau deswegen mit großer Geschwindigkeit! Innerhalb weniger Tage wurde ich im Rahmen eines Seminars, nach einem
Auftritt oder einfach nur durch einen Gast, der mich besuchte, ständig in ein vornehmes Restaurant eingeladen. Es ergab sich einfach immer
wieder ... und nur selten mußte ich bezahlen. Das zog sich über viele Wochen hin und war so auffällig, daß ich sogar schon Klaus im Verdacht hatte,
ob er sich nicht heimlich mit all den Menschen abgesprochen hätte, die mich einluden. Aber das war natürlich nicht so. Das Universum fand wie
selbstverständlich Mittel und Wege, um mir zu zeigen, daß es auf mich gehört hatte. Nach fast einem Jahr ebbte meine Begeisterung für die
noblen Restaurants wieder ab. Ich hatte diesen Luxus genossen, aber jetzt war es mir nicht mehr so wichtig. Und infolgedessen endeten damit
auch die Einladungen. Doch auch heute noch, wenn ich Lust auf ein feines Essen habe, ist es nach wie vor so, daß ich oft gar nicht so schnell
schauen kann, wie eine Einladung dazu auf meinen Tisch flattert.
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Sonnenschein auf Bestellung
Vor einigen Jahren sollte ich einen Vortrag auf der Wirtschaftsuniversität in Wien halten. Es war Sommer und extrem heiß in Graz, als ich
in den Zug stieg. Ich hatte nur ein kurzärmeliges Hemd an. Etwas südlich von Wien sah ich dann, daß sich der Himmel verdunkelte ... und als
der Zug in Wien einfuhr, goß es aus Kübeln! Bevor er hielt, schloß ich die Augen und dachte intensiv: "Egal wie, aber ich möchte möglichst
schnell und möglichst trocken zu meiner Veranstaltung kommen!" Der Bahnsteig in Wien-Meidling ist überdacht, also bekam ich da kaum etwas
vom Regen ab, als ich ausstieg. Dann gings runter in die U-Bahn, auch da blieb ich trocken. Sobald sie losfuhr, hielt ich ebenfalls die
Augen geschlossen und konzentrierte mich minutenlang ausschließlich auf: "Sonne, Sonne, Sonne, Sonne..." Da die U6 über eine längere Strecke
überirdisch fährt, hörte man das laute Prasseln des Regens auf dem Dach; dennoch: ich blieb bei "Sonne, Sonne, Sonne..."
Als ich einmal kurz die Augen öffnete, um nachzusehen, bei welcher Haltestelle die U-Bahn gerade war, fiel mein Blick als erstes hinunter
auf den Gürtel und dort auf ein Solarium mit dem Namen Happy Sun! "Cool", dachte ich mir, "es funktioniert." Doch
nach wie vor strömte der Regen ununterbrochen. Als sich die U-Bahn aber schließlich meiner Ausstiegsstelle näherte, ließ er deutlich nach –
und als ich die Station verließ, fielen die letzten Tropfen. Jetzt mußte ich nur noch zur Uni. Dazu gings zuerst eine Treppe hoch, von der mir
Sturzbäche entgegen kamen. Also hangelte ich mich am erhöhten Absatz hoch, an dem das Treppengeländer einzementiert ist. Und dann stand ich vor
einer schmalen Gasse, die links und rechts von Mauern begrenzt ist: Vor mir eine Lache, über zwei Meter lang und bis an die Mauern reichend.
Es führte kein Weg daran vorbei, zum Drüberspringen war sie zu groß. Also atmete ich tief ein, setzte einen großen Schritt in die Lache hinein,
spürte dabei, wie mein Schuh versank und das Wasser bis an den Hosensaum reichte, dann war ich auf der anderen Seite. Ich kann es mir bis heute
nicht erklären, aber weder Schuh noch Socke noch Hose waren naß geworden! Den restlichen Weg durch den Park bis zur Uni konnte ich genauso
absolut trocken zurücklegen. Dort erzählte mir die Sekretärin, daß die Veranstaltung in ein Nebengebäude verlegt worden war und brachte mich
dorthin. Wir unterhielten uns kurz über den gewaltigen Regen, der noch vor wenigen Minuten auf die Stadt niedergegangen war, dann hielt ich meinen
Vortrag – in einem Raum ohne Fenster. Aus diesem Grund nahm ich nicht wahr, was mir die Sekretärin hinterher erzählte: Sobald sie das
Nebengebäude wieder verließ, hatte es schlagartig wieder heftig zu regnen begonnen. Ich war baff. Tatsächlich hatte ich es auf die Minute genau
geschafft, vollkommen trocken zu bleiben!
Ein anderes wunderbares Beispiel erfolgreicher Wettermagie erlebte ich bei einem Fest, das meine Freundin Ina anläßlich ihres Studienabschlusses
bei sich zu Hause gab. Sie hatte mich gebeten, am Abend eine Zeremonie dafür zu leiten. Wichtiger Bestandteil des Ganzen sollte ein großes
Feuer sein, und der Stapel stand seit Nachmittag schon hoch aufgerichtet und wartete darauf, entzündet zu werden. Noch waren es ein, zwei
Stunden bis zum Sonnenuntergang, als sich eine Wolkenfront bildete, die sich in das Tal hereinschob. "Oje", meinte Inas Mutter, die
seit Jahrzehnten dort lebt, "wenn die Wolken mal an der Stelle sind, kann man fast die Uhr danach stellen: In fünfzehn bis zwanzig
Minuten regnet es." Wir sahen uns an und entschieden, daß wir das aufhalten wollten. Auch mein Freund Alex, der bei uns stand, war sofort
bereit mitzumachen. Wir wandten uns – jeder auf seine Art – an die Naturgeister und baten sie, es erst regnen zu lassen, wenn die
Zeremonie vorüber wäre. Ich wandte mich vor allem an die Luft- und Wasserwesen und sicherte ihnen zu, daß ich auch bereit wäre, ein Opfer
zu bringen. Deshalb goß ich gleich anschließend etwas Bier auf die Erde, doch mein Gefühl sagte mir, daß wahrscheinlich noch etwas anstünde –
ein paar Schlucke Bier waren mir irgendwie ein zu geringes Opfer (was anderes wäre es gewesen, wenn es sich um Whisky gehandelt hätte...). Tja,
was soll ich sagen? Die Wolken blieben an Ort und Stelle. Inas Mutter war begeistert: Das hatte es noch nie gegeben! Es blieb absolut trocken,
bis die Sonne am Untergehen war und wir das Feuer entzündeten. Die Flammen fauchten aus dem großen lodernden Holzstoß, und alle traten mehrere
Schritte zurück, so heiß war es. Ich hatte aber das deutliche Gefühl, stehen zu bleiben. Meine Augen tränten, als sie das grandiose Schauspiel
Tausender Funken beobachteten, die in den Nachthimmel tanzten. Da geschah es, daß einer davon blitzschnell auf mich zustob und sich entgegen aller
Wahrscheinlichkeit unter der Lasche meines Turnschuhs niederließ! Er glühte noch (ich wußte in diesem Moment genau, das war das eigentliche
Opfer, das ich versprochen hatte), deshalb drückte ich auf die Lasche, um ihn auszudämpfen. Dabei verrutschte er offenbar und hinterließ noch
ein Geschenk: Seither ist nämlich auf dem Rist meines linken Fußes ein PSI eingebrannt – ein gebräuchliches Symbol für übersinnliche
Fähigkeiten! Unnötig zu ergänzen, daß die ersten Regentropfen in genau dem Moment fielen, als das Ritual beendet war...
Auch als ich von meinen Freunden Caro und Ronny gebeten wurde, ihre Hochzeit mit einem an schamanischen Traditionen orientierten Ritus
durchzuführen, wurde mir bewußt, welche Kraft wir haben: Die Feier war seit langem geplant und auf Ende März 2006 festgelegt. Aus
unterschiedlichen Gründen hatte sich kein günstigeres Datum ergeben – günstiger deshalb, weil die Zeremonie natürlich im Freien
stattfinden sollte und es schon seit mehreren Tagen beinahe ununterbrochen geregnet hatte. Am Vorabend hörten wir besorgt die niederschmetternde
Wettervorhersage an; ich bemühte mich jedoch, den beiden Zuversicht zu vermitteln. Vor dem Einschlafen und auch am Morgen des Hochzeitstages
bei der Autofahrt zum Ritualplatz konzentrierte ich mich intensiv darauf, daß es während der Vermählung trocken sein soll. Und tatsächlich,
als wir beim Restaurant ankamen, in dem die anschließende Party stattfinden sollte, klarte es auf. Die aufwendigen Aufbauarbeiten konnten
wir mehrere Stunden lang bei gutem Wetter durchführen ... bis der Himmel kurz vor dem Eintreffen des Brautpaares und aller Gäste seine
Schleusen öffnete! Notdürftig brachten wir die wichtigsten Gegenstände in einen Unterstand und warteten dort bange ab. Die Minuten
zogen sich endlos dahin, die Teilnehmer würden bald auftauchen und alles schien buchstäblich ins Wasser zu fallen. "Hey, was haben wir
denn vereinbart?" wandte ich mich mißgelaunt an die Wolken, "es sollte doch trocken sein während der Hochzeit!" In diesem
Moment fiel mir meine Formulierung auf und ich mußte lachen: während der Hochzeit, ja, aber nicht notwendigerweise auch vorher –
das hatte ich nämlich nicht bestellt! Von da an war ich seltsamerweise beruhigt und wußte, daß es gut gehen würde. Ich war nicht überrascht,
als der Regen nach kurzer Zeit aufhörte und wir alles nochmals rechtzeitig aufbauen konnten ... und die Hochzeit wie beschlossen durch
kein einziges Tröpfchen getrübt wurde.
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Reisen: Indien
Als Reiseziel hatte mich Asien nie wirklich interessiert. Sicher, interessant ist alles, aber da gab und gibt es für mich vorher noch
viele andere Länder, die mir wichtiger sind. Bis auf: Indien. Seit ich 16 bin, hatte ich immer wieder gesagt: "Ja, Indien, das
interessiert mich schon! Da fahr ich ganz sicher mal hin. Wenn ich 40 bin oder so..." Doch unverhofft kommt natürlich oft. Wie sich
aus heiterem Himmel dieser Wunsch manifestierte, und welche Wunder mir dabei begegneten, steht ausführlich in meinem Bericht
"10. bis 22. November 2002 – Meine Indienreise. Im Ashram von Babaji" in den
Neuigkeiten.
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Intermezzo als Buchhändler
So sehr ich mein Leben als Selbständiger genoß, so sehr hatte ich doch immer wieder unter den unregelmäßigen Einkünften zu leiden. Auch die
vielen anstrengenden Reisen setzten mir allmählich zu und es formte sich der Wunsch nach einem stabileren Leben, einem "normalen"
Beruf. Ich wußte nicht, welcher das sein sollte, bis sich eines Tages aus heiterem Himmel die Gelegenheit dazu ergab.
Meine damalige Freundin Berni arbeitet als Reisebuchhändlerin; die damalige Freundin von Herbert wurde damals Geschäftsführerin in einer
Buchhandlung im Süden von Graz, die bald neu eröffnen würde. Also fragte mich Herbert bei einem Spaziergang, ob Berni sich vorstellen könnte,
auch woanders zu arbeiten, beziehungsweise ob ich sonst jemanden für diesen Job wüßte. Mein Herz machte einen Sprung und wie aus der Pistole
geschossen antwortete ich: "Ja, mich!"
Plötzlich herrschte eine seltsame Stimmung: Mit einemmal hatte sich etwas wichtiges verändert, das spürten wir beide. Und das sollte sich
bestätigen. Meine Bewerbung wurde akzeptiert und ich bald darauf Buchhändler – wieder einmal ohne irgendeine Ausbildung. Dennoch schafften
die Abteilungen, für die ich zuständig war, durchgehend einen hervorragenden Umsatz.
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Mein erstes Auto
Jahrelang war ich gut ohne Auto ausgekommen. Doch im Sommer 2003 merkten Berni und ich, daß es uns große Freude machen würde, wenn wir
ständig über einen eigenen fahrbaren Untersatz verfügen könnten. Überzeugt von der Fähigkeit unseres Bewußtseins, die Menschen, Situationen
und auch Dinge in unser Leben zu ziehen, die wir wollen, schlug ich vor, einfach eines zu bestellen – es sollte so rasch und günstig
wie möglich geliefert werden.
Ein paar Tage darauf entdeckten wir beim Spaziergang ein Schild hinter der Scheibe eines parkenden Autos; es wurde zum Verkauf angeboten. Erst
sah es nach einem Schnäppchen aus, doch schon während der Probefahrt hatte ich kein gutes Gefühl mehr dabei. Ich war jedoch mir sicher, daß sich
bald eine neue Gelegenheit ergeben würde. 10 Tage, nachdem wir unsere Absicht kundgetan hatten, waren Berni und ich bei Bernis Freundin Manuala
in Salzburg zum Essen eingeladen. Deren Mutter fragte uns (ohne von unserem Wunsch zu wissen) spontan: "Und, habt's Lust, morgen ins
Casino mitzugehen? Die haben ein Jubiläum und verlosen ein Auto!" Berni und ich blickten uns nur sprachlos an – es war, als ob eine
Glocke im Zimmer geläutet hätte. Es bedurfte keines deutlicheren Hinweises mehr.
Weder Berni noch ich waren jemals in einem Casino gewesen und freuten uns schon auf den kommenden Abend. Doch zuvor waren tagsüber noch einige
Besuche bei Autohändlern geplant gewesen. Ich sagte nur prahlerisch: "Da brauchen wir gar nicht hin; ich gewinn' heute abend sowieso das
Auto. Aber es schadet nichts, wenn wir das morphische Feld verstärken..." So schauten wir uns noch einige Modelle an und ließen uns auch
ein Leasing-Angebot mitgeben.
Als es schon langsam Abend wurde, rief mich mein Bruder an: Ob ich wohl einen Ausweis dabei hätte? Sonst käme ich nämlich nicht ins Casino
hinein. Davon hatte ich nichts gewußt, hatte aber auch keine Lust mehr, zu Bernis Eltern zu fahren, um mir meinen Führerschein zu holen.
"Ich werd schon reinkommen", sagte ich. Wir trafen uns beim Schloß Klessheim, wo es schon keinen einzigen freien Parkplatz mehr
gab. Es hatte sich herumgesprochen, daß ein Auto zu gewinnen war! Immer noch fröhlich betraten wir das Casino – doch an der Rezeption
stieß ich auf einen unüberwindlichen Schwellenhüter. Ich sagte dem Angestellten dort gleich, daß ich keinen Ausweis dabei hätte, ihm aber
meine Sozialversicherungs- oder Konto-Nummer geben könnte, es sei doch gewiß alles im Computer gespeichert. Er schüttelte gelangweilt den
Kopf, das ginge zu seinem Bedauern nicht. "Das hier ist mein Bruder", sagte ich mit wachsender Verzweiflung, "kann der
für mich bürgen?" Keine Chance. Sie hätten da absolut keinen Handlungsspielraum, wurde mir herblassend erklärt. Wütend ging ich nach
draußen. Ich wollte den anderen den Spaß nicht verderben. Ich war bereit, einige Stunden im Auto zu warten und zu schmollen.
Ich bin Berni heute noch dankbar, daß sie so energisch darauf bestand, noch mal schnell zu ihren Eltern nach Hause zu fahren, damit ich
meinen Ausweis holen konnte. Alle Einwände, die ich vorbrachte (das schaffen wir nie, rechtzeitig für die Verlosung da zu sein; ich will
nicht mehr und bleib dann bei deinen Eltern zu Hause; dem eingebildeten Affen an der Rezeption geb ich doch keine Genugtuung, indem ich
wieder mit Ausweis antanze, etc.), prallten an ihr ab. Bald wurde mir bewußt, daß Berni am allerwenigsten für meine schlechte Laune konnte,
also verlagerte ich den Fokus meines Zorns ganz auf den Angestellten des Casinos. Auch wenn mir klar war, daß er nicht anders handeln
durfte, fühlte ich hilflos mich einem Bürokraten ausgesetzt. Da drang eine innere Stimme in mein Bewußtsein: "Und? Willst Du Dich
jetzt zu seinem Opfer machen?" – "Nein, will ich nicht", grummelte ich zurück. Okay, Vergebung war angesagt...
Obwohl ich den festen Vorsatz gehabt hatte, nicht mehr mit zurück ins Casino zu fahren, ließ mich irgendetwas meinen Ausweis schnappen
und wieder einsteigen. Wie ich es gesagt hatte, kamen wir viel zu spät wieder zum Schloß. Doch da der Andrang so groß war, hatte sich
die Preisverleihung verzögert. Zusammen mit meiner Eintrittskarte, die mir diesmal anstandslos ausgehändigt wurde, erhielt ich einen
zweiten Abschnitt mit derselben Nummer wie auf der Eintrittskarte, den ich in den Gewinntopf warf. Dann drängten wir uns durch die
Menschenmassen, um Manuela und Erich wieder zu finden (es müssen mehrere Tausend gewesen sein, die sich dort in den Räumlichkeiten herumquetschten).
Nur ein paar Minuten nach unserer Ankunft begann die Verlosung. Die Stimme der Moderatorin wurde übertragen, und auf den Plasmabildschirmen
an den Wänden konnte man die Nummern nochmal sehen. Es wurden nämlich 10 Karten gezogen, aus denen dann nach einer halben Stunde der
Gewinner ausgelost werden sollte. Als die Moderatorin bei der fünften Karte angelangt war und sagte: "Ah, der fünfte Gewinner ist
wieder ein Herr...", raunte Berni neben mir: "...ein Herr Reicher..." und tatsächlich hörte ich in diesem Moment: "Bernhard!"
(aus Anonymitätsgründen wurden nur Vornamen genannt). Meine Nummer wurde auf den Schirmen aufgelistet und da wußte ich, daß das Auto mir gehörte.
Die folgende halbe Stunde war die kürzeste meines Lebens. Gemeinsam mit den anderen Gewinnern wartete ich vor dem Glaskasten, in
den Kugeln mit den Zetteln darin getan worden waren. Eine nach der anderen wurde gezogen und Trostpreise vergeben ... bis es dann
soweit war und der Gewinner des funkelnagelneuen Seat Ibiza ermittelt wurde. – Man hat mir hinterher nur gesagt, daß mein Jubelschrei
wahrscheinlich kilometerweit zu hören gewesen sei und daß ich komplett weiß geworden wäre (vermutlich aufgrund des Schocks). Der restliche Abend
und der folgende Tag waren ein einziges Feiern. Seither halte ich alles für möglich.
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Einer der schönsten Seminarorte
Als ich mich entschied, Buchhändler zu werden, wußte ich, daß es nur für eine begrenzte Zeit sein würde;
drei bis sechs Jahre schätzte ich. Ich war also etwas überrascht, daß diese Erfahrung doch schon nach einem Jahr abgeschlossen war und es
mich wieder in die Selbständigkeit zog. Dennoch war dieses Jahr äußerst wichtig für mich und sorgte dafür, daß ich etwas Abstand von meinen
bisherigen Projekten nehmen und neue Perspektiven gewinnen konnte.
Als meine Entscheidung feststand, wieder Seminare anzubieten, spürte ich, daß ich das Ganze auf einen neuen Level heben wollte. Ich überlegte
einige Tage lang intensiv, was denn der gemeinsame Nenner all meiner bisherigen Aktivitäten wäre, unter dem ich diese erfassen könnte:
Ich hielt Seminare zu unterschiedlichsten Themen, trat als Märchenerzähler auf, unterrichtete Drehbuchautoren, bot Channeling-Sitzungen,
Orakel und Rituale an, etc. All das lag mir sehr am Herzen, doch etwas fehlte: Was war das Verbindende daran, was war das Eigentliche, das
ich den Menschen gab? Was war meine Bestimmung? Eines Tages schlief ich mit diesen Fragen ein – und erwachte frühmorgens blitzartig.
Ich saß kerzengerade im Bett und wußte ohne den geringsten Zweifel: "Meine Bestimmung ist es, andere darin zu unterstützen, ihre
Bestimmung zu finden und ihnen zu helfen, sie zu leben." Diese Formulierung hatte sich geradezu in meinen Geist eingebrannt und war
meine Antwort. Denn egal, ob jemand durch ein Seminar, das er bei mir besucht oder durch ein Märchen, das er gehört hatte, durch einen Film,
den er gesehen und zu dem ich das Drehbuch geschrieben hatte, durch einen medialen Kontakt oder ein Ritual an das erinnert wurde, weswegen
er sich entschieden hatte, hier zu sein – all das waren und sind unterschiedliche Werkzeuge, durch die ich ausdrücken kann, wer ich bin.
Nach wie vor ist es meine Vision, Menschen darin zu unterstützen, ihre Bestimmung zu finden und sich das Leben zu gestalten, das ihrem wahren
Selbst entspricht. Ich wußte auch, ich würde neue Formate entwickeln, die damit übereinstimmten.
Fast zeitgleich kamen auch klare Vorstellungen darüber, wo ich meine neuen Seminare abhalten wollte: Ich malte mir ein wunderschönes
altes Herrenhaus mit einem riesigen Park aus, dazu einen Seminarraum mit Charakter, der durch eine ausgesprochen positive geomantische
Strahlung noch zusätzlich gewinnt. Bäume sollten viele in der Nähe sein, und natürlich Wasser, ein See oder auch ein Fluß. Das Ganze sollte
sich durch ein exklusives Ambiente, harmonischer Ausstrahlung und viel Ruhe auszeichnen. So unrealistisch oder überhöht dieses Bild auch sein
mochte – irgendetwas in mir war fest davon überzeugt, daß ich an einem solchen Ort bald Seminare geben würde. Um das entsprechende
morphische Feld zu vergrößern, erzählte ich in den nächsten Tagen so vielen Menschen wie möglich von meiner Vision. Als ich in dieser Zeit mit
meiner Freundin Christiane aus Hornburg telefonierte und ihr das schilderte, sagte sie nur leichthin: "Bernhard, ich weiß, wo das ist."
Mir verschlug es erstmal den Atem. Doch Christiane plauderte seelenruhig weiter: Sie hatte den Freiherrn Hans Jost von Löbbecke kennengelernt,
den Besitzer des ehemaligen Klosterguts Dorstadt. Der sei sehr interessiert an Quantenphysik und spirituellen Themen und es wäre sicher möglich,
mal anzufragen, ob man bei ihm Seminare machen könnte!
Keine zwei Monate später besuchte ich Dorstadt (hier sind einige Impressionen davon zu sehen) und sah meinen
Wunsch erfüllt: Das alte Herrenhaus, ein riesiger, gepflegter Park, Bäume, gleich zwei Flüsse, die dort zusammenfließen, und das ehemalige Kloster
mit seinen – mittlerweile – bezaubernden Seminarräumen sowie einem Kraftplatz, wie ich selten einen erlebt habe! Wenige Wochen danach
hielt ich dort als erster mein funkelnagelneues Seminar ab. Es heißt:
Folge Deiner Bestimmung.
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Kreative Führung
Als Selbstausdruck, aber auch für bestimmte Zwecke stelle ich seit einigen Jahren
schamanische Stäbe
her. Meist überfällt mich eine Inspiration für einen Stab blitzartig und will dann auch sehr schnell umgesetzt werden. Erfahrungsgemäß
habe ich dann sowohl die Zeit als auch die Werkzeuge und Gegenstände zur Hand, die ich benötige; denn jeder Stab wird anders. Im
Sommer 2004 hatte ich die Idee zu einem Y-förmigen Stab, dessen beide obere Teile ich durch Traumfänger-Knüpftechnik verbinden wollte.
Also machte ich mich auf in den Wald, um einen entsprechenden Ast zu finden. Leichter gesagt als getan: Wenn ich einen gegabelten Ast sah,
waren die beiden Enden immer unterschiedlich dick, und das wollte ich nicht. Ganz selten gab es auch junge Bäume, die so gewachsen waren,
aber die wollte ich am Leben lassen. Ich war überrascht: Normalerweise finde ich in kürzester Zeit einen passenden Ast, von dem ich das
Gefühl habe, ihn mitnehmen zu dürfen. Nach langer Suche gab ich auf und marschierte müde einen Weg entlang. Mein Blick fiel auf auf eine
kleine Anhöhe links von mir. Irgendetwas zog mich dorthin. Aber ich war frustriert und wollte einfach nicht mehr. Dennoch wanderte mein
Blick während der nächsten Schritte unbeirrt immer wieder dorthin. Als ich mich zwang, geradeaus zu blicken, geschah etwas Verblüffendes
– ich hörte ganz deutlich eine Stimme: "Geh dorthin!" Es war beinahe ein Befehl, ich empfand ihn aber nicht als negativ.
Das war mir dann doch zu eindeutig, als mich der Intuition weiter zu verweigern. Ich überwand die paar Meter und erkannte, daß sich
hinter der Anhöhe eine Senke befand, die man vom Weg aus nicht sehen konnte. Darin lag ein offenbar erst vor kurzem umgestürzter Baum ...
mit einem Ast, der exakt meinen Vorstellungen entsprach! Glücklich entrindete ich ihn an Ort und Stelle und brachte ihn nach Hause. Er
wurde einer meiner schönsten Stäbe überhaupt.
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Teilnahme an Veranstaltungen
Oft geschieht es, daß ich kostenlos an Veranstaltungen teilnehmen kann, die mich brennend interessieren, indem ich als einer der Referenten
oder Dolmetscher engagiert werde. Das geschieht mittlerweile so häufig, daß ich hier nur zwei typische Beispiele dafür herausgreife.
Im Februar 2006 nahm ich in Graz an einer Imbolc-Feier teil und
erzählte dort Märchen. Daraufhin sprach mich James an, der auch zu Gast war. Er organisierte das
Bell Book and Candle und fragte mich, ob ich dort als Märchenerzähler auftreten und
einen Vortrag über Channeling halten würde. Erfreut über die spontane Gelegenheit sagte ich zu.
Während dieses Treffens wurde ich wiederum angesprochen, und zwar von Lady Purple. Sie machte mit mir ein Interview über das
Löffelbiegen
und war davon so beeindruckt, daß sie mich fragte, ob ich nicht auch am MerryMeet-Festival einen Workshop darüber halten würde. Auch dazu war
ich gern bereit, wollte ich doch sowieso gerne daran teilnehmen. Allerdings war es zeitlich zu knapp, um mich noch ins Programm aufzunehmen; so
vereinbarten wir, daß ich 2007 fix eingeplant wäre. Etwas schade fand ich das schon, dachte mir aber, daß es wohl seinen Sinn hätte.
Wenige Tage vor Beginn des MerryMeet rief sie mich an: Leider war einer der Vortragenden ausgefallen. Ob ich meine Termine etwas jonglieren
und zwei Workshops übernehmen könnte? Ich konnte. Es war ein großartiges Festival,
in dessen Verlauf ich ein königliches Geschenk erhielt
und mir auch mein "Meisterstück" gelang: Ich verbog eine zentimeterdicke massive Stahlstange! Auch 2007 war ich wieder
Referent am MerryMeet wie auch
bei BBnC. Das hat mir wieder einmal bestätigt: Eins ergibt das andere, wenn man sich dem Strom überläßt!
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Neue Fotos
Es ist immer von Vorteil, aktuelle Fotos parat zu haben: Presseberichte, Flyer und Homepages benötigen sie. Da meine letzten Aufnahmen schon einige
Jahre her waren, formte sich im Frühsommer 2006 der Gedanke: "Es wär doch schön, wieder ein paar neue Fotos von mir machen zu
lassen..." Doch so wichtig war es mir nicht, also vergaß ich nach ein paar Tagen wieder darauf.
Ich glaube, es war nur eine Woche später, als mich Sylvia aus Stuttgart anrief. Sie war über die Homepage der
Interspherial Pictures Drehbuchschule auf meine Webseite gestoßen und rief mich
gleich an. Sie hatte Fotografie studiert und plante, ein Buch mit Fotos von Menschen herauszubringen, die sie auf irgendeine Art und Weise berührt haben.
Mit mir wollte sie gerne beginnen. Ob ich bereit wäre, mich fotografieren zu lassen? Ich konnte nur noch lachen – ja, war ich! Kurze Zeit darauf
entstanden die ersten neuen Fotos. Ich bin immer noch dankbar dafür.
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Erstes Self-Coaching
Im Herbst 2006 kristallisierte sich ein neues Betätigungsfeld für mich heraus: Ich wollte Einzelcoachings geben. Viel mehr noch als bei meinen
Seminaren konnte
ich da intensiv auf den Einzelnen eingehen und meine Formaten noch spontaner einsetzen. Der Gedanke beflügelte mich geradezu! Noch dazu hatte
ich wenige Wochen zuvor in einer Vision ein Symbol erhalten – jetzt wußte ich auch, wozu.
Am Tag nach der Grundidee telefonierte ich mit meinem Freund Olaf in Berlin;
er hatte vor einigen Wochen erwähnt, daß er gerne auch mal allein mit mir arbeiten wollte. Begeistert von meinem Vorschlag organisierte er den Flug ...
und nur eine Woche, nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, Einzelcoachings zu geben, durfte ich schon mein erstes erleben! Bald stand auch die
Homepage dafür – self-coaching.bernhardreicher.at –,
ich wurde aus heiterem Himmel zu einer Talkshow im Fernsehen eingeladen und neue Anfragen kamen herein. Es berührt mich nach wie vor, wenn mir Klienten
schildern, wie nachhaltig ein Einzelcoaching wirkt. Vor allem die Geschwindigkeit, mit dem sich das Ganze realisiert hat, bestätigt mir wieder einmal
den Spruch, daß "nichts so mächtig ist wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist" (Victor Hugo)!
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Eine neue Waschmaschine
Seit mehreren Jahren schon hatte meine Waschmaschine ihren eigenen Willen; nun ging gar nichts mehr. Eine Reparatur hätte sich nicht ausgezahlt ...
also schickte ich den Wunsch nach oben, daß ich gerne möglichst bald eine neue Waschmaschine hätte! Genau ein Mal mußte ich meine Wäsche bei
einem Freund waschen, dann erzählte mir mein Vater, daß seine Lebensgefährtin eine Waschmaschine im Keller stehen hätte, die sie nicht benötigt. Er
brachte sie mir sogar in die Wohnung und schloß sie an. Nicht mal um den Abtransport des alten Geräts mußte ich mich kümmern! Ich konnte nur immer
wieder Danke sagen.
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Reisen: Eine Woche Auszeit
Das Wort "bester Freund" beschreibt nicht mal annähernd, was Klaus für mich ist. Wir sehen uns mindestens einmal in der Woche, meist
öfter. Im Februar 2007 sprach ich auf einem Spaziergang einen Wunsch aus: "Weißt Du, wir treffen uns so häufig und ich genieß das sehr. Aber
meistens sind es nur ein paar Stunden. Es wäre echt schön, wenn wir wieder mal länger Zeit hätten, die wir nur für uns reservieren!" Das letzte
Mal, das wir eine ganze Woche lang zusammen verbrachten, war im Jahr 2001. Klaus antwortete, daß es ihm auch so ginge, da wir beide aber momentan
so viel zu tun hätten, bleibe das wohl mal eine Traumvorstellung. Das war mir auch bewußt. Trotzdem sagte ich unbekümmert: "Schon klar.
Aber es ist mir ein richtiges Herzensbedürfnis. Auch wenn's nicht realistisch ist – laß es uns doch einfach mal bestellen, hmm? Dann
vergessen wir's wieder."
Gesagt, getan. Gerade weil es so unrealistisch erschien, konnten wir beide gut davon loslassen. Keiner von uns dachte mehr daran. Einige
Tage später – ich kam gerade in Wien aus einer Channelsitzung – läutete mein Handy und Klaus fragte mich aufgeregt: "Was ist?
Hast Du Lust, mit mir eine Woche nach Mallorca zu fliegen?"
Sein Bruder hatte nämlich für sich und seinen Vater eine Woche im Robinson-Club gebucht; beide waren aber aus unterschiedlichen Gründen
ausgefallen und die zwei Karten sollten nicht verfallen. Erst nach einigen Stunden fiel mir wieder ein, daß wir uns das ja gewünscht hatten!
Wie auf Kommando bescherte uns das Universum einen grandiosen Urlaub, den wir beide ehrlich gesagt auch mal dringend nötig hatten. Keine zwei
Wochen nachdem wir den Wunsch ausgesprochen hatten, flogen wir in den Süden und hatten genau jene Woche mal nur für uns, die wir uns schon
lange nicht mehr gegönnt hatten!
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Bücher: Die weiße Büffelfrau
Wie ich auf S. 11 des Berichts "8. Dezember 2006 bis 5. Oktober 2007 – Erfahrungen zwischen den Welten" in den
Neuigkeiten
erzähle, hatte ich im August 07 einen höchst lebendigen Traum, in dem mir eine Herde weißer Bisons begegnete und drei weiße
Kälbchen daraus entgegenkamen.
Dieser Traum berührte mich um so mehr, als mir die indianische Legende
von der weißen Büffelfrau
seit längerem ein Begriff ist. Das Buch von Wolfgang Hahl, das er über
kristallisierte Büffelschädel geschrieben hat, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind, stand deshalb auch seit einiger Zeit auf meiner
Amazon-Wunschliste.
Aber ich hatte nie das starke Gefühl, es zu bestellen. Es sollte sich bald herausstellen, warum.
Auf dem 2. Festival der Sinne in Graz lernte ich Simona kennen;
sie war bei meinem Miniworkshop zum Umgang mit negativen Energien dabei und fragte mich anschließend, ob ich Schatten in ihrer Aura wahrnehme. Ich
bemerkte zwei und wir vereinbarten auch zwei Sitzungen, um sie zu lösen (da es erfahrungsgemäß zu viel ist, mehrere Besetzungen auf einmal
zu verabschieden). Spontan sagte ich ihr eine dieser beiden Sitzungen als Geschenk zu.
Einige Tage nach der zweiten Sitzung kam sie mit einem Freund aus Wien zu einem Channeling-Abend in die m.i.a.
und erzählte mir begeistert, wie gut es gewirkt hat – "... ein völlig neues Lebensgefühl", meinte sie. Nach dem Abend
saßen wir noch gemütlich bei einem Bier zusammen, kamen auf alle möglichen Dinge zu sprechen – und unter anderem auch auf Wolfgang
Hahl, seine Erdenhüter-Kristalle und sein Buch über die weiße Büffelfrau. Ich erwähnte, daß ich es auf meiner Wunschliste
hätte, da lachte Simona nur noch: Sie hatte damals zwei von den Büchern gekauft, ohne genau zu wissen, warum. Nun freute sie sich, mir das zweite
Exemplar als Dank für die zweite geschenkte Sitzung schenken zu können.
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Heilungen: Mein Geruchssinn
Seit meiner Geburt konnte ich nichts riechen. (Ich hatte eine Mandel-/Polypen-Operation als kleines Kind, und eventuell wurden dabei irgendwelche Nerven durchtrennt,
aber ich kann mich nicht daran erinnern, daß ich vorher gerochen hätte.) Mein Geschmackssinn war völlig normal ausgprägt, doch unter meine Nase
konnte man mir sogar Ammoniak oder Ameisensäure halten… – keine Reaktion. Das Riechen fehlte mir auch nicht wirklich, da ich es ja nie gekannt hatte.
Als ich in Indien war (vgl. den Bericht vom November 02 in den Neuigkeiten), war es mir das erste Mal möglich,
bei zwei Gelegenheiten Gerüche wahrzunehmen, die Babaji aus dem Nichts fabriziert hatte, doch die
Erlebnisse im Ashram waren ohnedies so überwältigend und dabei gleichzeitig beinahe selbstverständlich, daß es nicht weiter aus dem Rahmen fiel.
Im Frühsommer 2009 leitete ich ein Ritual für Freunde in einer heiligen Höhle; dabei verbrannten wir Räucherwerk, und aus irgendeinem Grund konnte
ich es etwa drei Minuten lang riechen! Es war, wie wenn ich blind gewesen wäre und auf einmal wieder sehen konnte! In den Wochen danach tauchte hin und wieder,
ganz unerwartet und kurz, eine neue Geruchsempfindung auf: Rotwein. Erdnuß-Snips. Das Deo einer Freundin. Etwas schien sich anzukündigen. Und doch war ich
kaum darauf vorbereitet, was dann geschehen sollte (hatte doch auch bisher von all den Dingen, die ich versucht hatte, rein gar nichts geholfen).
Im August 2009 wohnte ich für 10 Tage bei Kerstin Brandt in Bad Sooden-Allendorf, die für mich Seminare organisiert hatte. Kerstin ist erfolgreiche
Heilpraktikerin für Psychotherapie und eigentlich aus Neugier für ihre Arbeitsweise heraus beschloß ich, mir von ihr eine Sitzung geben zu lassen.
Die dauerte vielleicht eineinhalb Stunden, … und seitdem kann ich riechen.
Die genaue Therapie zu beschreiben, würde hier zu weit führen. Nur so viel und etwas vereinfacht dargestellt: Mit unnachahmlicher Intuition steuerte Kerstin
auf meine Geburt und die Zeit der Schwangerschaft zu. Mit Hilfe exakt eingesetzter Psychokinesiologie konnten wir die Ursachen für meinen fehlenden Geruchssinn
dann auch auf die ersten drei Monate eingrenzen, in denen meine Mutter mit mir schwanger war. Das war für sie eine Zeit, in der sie viel Schuld und Scham empfand,
und, durch die Nabelschnur mit ihr verbunden, konnte ich gar nicht anders, als diese Gefühle ebenfalls auf- und anzunehmen. Nun kenne ich aus meinem Leben her zwar
schlechtes Gewissen, aber Schuld und Scham sind zwei Konzepte, die mir wirklich sehr fremd sind. Ich wußte nie, wofür ich mich schuldig fühlen, wofür
ich mich schämen sollte. Ich konnte das nie verstehen. Und nun sollte genau darin der Grund für eines meiner größten Handicaps sein? –
Wir fanden heraus, daß ich, weil ich wohl so eine starke Persönlichkeit bin, es schaffte, die übernommenen Schuld- und Schamgefühle von vornherein
umzulenken: auf das offenbar schwächste Glied, meine Nase. Die kompensierte, indem sie Gerüche nicht mehr sinnlich wahrnahm. Nachdem dies erkannt und bereinigt
war, stellte sich mein Geruchssinn augenblicklich wieder ein.
Ich konnte gleich anschließend den Geruch regennasser Erde aufnehmen, Lavendelöl, Rose, Ziegenkäse, Knoblauch (der war wirklich nicht gut!), Schlehengeist…
–
welch neue Welt! Und es hält an. Wie schön, zu erleben, was alles möglich ist.
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Go with the Flow – Zwei Tage London
Ich liebe London. Nach meinem Besuch bei Dusty Miller XIII.
(siehe den Bericht "Götter… in jeder Form" in den Neuigkeiten) hatte ich zwei Tage, in denen ich mich
einfach entspannt durch die Stadt treiben lassen wollte, ohne Ahnung, was auf mich zukommen würde. Ich hatte vor meiner Reise zwar
von einer empfehlenswerten Ausstellung über
Moctezuma und das Ende der Azteken im British Museum gehört , wußte aber noch nicht, ob es mich wirklich dorthin ziehen würde.
Auf alle Fälle wollte ich mir das soeben neu erschienene Buch von Terry Pratchett besorgen! Gut gelaunt fuhr ich von meiner Unterkunft bei meinen Freunden Christiane
und Halko nach Charing Cross – und stieß dort in der Bahnhofshalle schon auf eine kleine Buchhandlung, die den Pratchett auf Lager hatte. Schon mal einen
wichtigen Punkt abgehakt.
Eingedenk der Empfehlung, auf jeden Fall in eine Filiale der genialen Waterstone's-Buchhandelskette zu besuchen, trat ich auf die Straße, ging ein paar
Meter… und stand vor einem Waterstone's-Geschäft! Man kann sich denken, daß es nicht bei einem Buch blieb. Ich wollte meine Beute aber nicht den
ganzen Tag durch London schleppen, und vermutlich würde ihr zusätzliches Gewicht auch mein Gepäcklimit für den Rückflug überschreiten.
Die freundlichen Damen an der Kassa teilten mir mit, daß sie gekaufte Artikel nicht ins Ausland versenden, erklärten mir aber den Weg zur nächsten Post.
Dort wurde mir noch gesagt, daß ich Glück hätte, weil die englische Post nächste Woche in Streik gehen würde; aber mein Paket würde
sicherlich noch abgefertigt. Ein schönes Gefühl zu wissen, daß ich nach Hause kommen und dort meine Bücher vorfinden würde!
Als nächstes fotografierte ich ein paar Grüne Männer an Hauseingängen und bummelte durch die Straßen – bis der Wunsch auftauchte, ein
paar aktuelle Comics zu begutachten. Wär doch herrlich, so richtig ausgiebig in einem gut sortierten Laden zu stöbern! … Was soll ich sagen? Es dauerte keine
fünf Minuten, und meine Füße hatten mich in dieser riesigen Stadt zu einer Comicbuchhandlung geführt! Sie entpuppte sich als wahrhaftes Eldorado
für Kenner.
Danach schlenderte ich weiter, nahm die Atmosphäre der Stadt in mich auf und merkte so nach und nach, daß meine Schultern, die schon seit einigen Tagen
verspannt waren, immer deutlicher schmerzten. Das war circa zwei Minuten, bis ich vor einem Geschäft stand, in dem chinesische Kräuter, Kosmetik, Tees… und
Massagen angeboten wurden! Ich gönnte mir eine Rückenmassage und war restlos begeistert. So konnte der Tag weitergehen!
Erst beim Mittagessen wurde mir klar, was bisher abgelaufen war: Jeder Wunsch, den ich wahrnahm, hatte sich innerhalb von längstens zehn Minuten manifestiert!
Unglaublich. Wieder und wieder ließ ich den halben Tag gedanklich Revue passieren und mußte feststellen, daß es tatsächlich so war. Offensichtlich
surfte ich gerade auf einer Welle der Mühelosigkeit, dachte ich, als ich wieder zurück zum Trafalgar Square spazierte (ich, der ich mich in Wien
regelmäßig verlaufe, schaute in diesen zwei Tagen in London kein einziges Mal auf den Stadtplan!) … – und weil ich so gut drauf war, kam als nächstes
der Gedanke: Na wollen wir doch mal sehen, wie sehr das Universum bereit ist, zu spielen.
Ich bekam Lust zu testen, wie weit meine Manifestationsfähigkeiten reichten; also dachte ich mir etwas aus, das mir ziemlich unmöglich erschien. In dieser
riesigen Stadt wollte ich jemanden treffen, den ich kenne, und zwar innerhalb der nächsten halben Stunde! Ich fotografierte noch ein bißchen, tauchte wieder
in die äußerst entspannte Stimmung hier ein… und hatte meinen Wunsch sogleich wieder vergessen. Nun lenkte ich meine Schritte doch in Richtung British Museum,
wurde aber schon nach kurzer Zeit von einer Ankündigung für ein Theaterstück abgelenkt: Im Duke of York's Theatre spielten sie
Speaking in Tongues. Irgendwie zog es mich an, ich sprach kurz mit einer
Kartenverkäuferin, ob ich es wohl verstehen würde und wann die nächste Vorstellung sei. Sie meinte, mein Englisch wäre hervorragend, und es
würde in zehn Minuten beginnen – also kaufte ich spontan eine Karte.
Es scheint so, daß es im Londoner Westend mehr Theater und Musicals gibt als Pubs. Sagenhaft! Man geht hier offenbar so ins Theater wie wir ins Kino. Es gibt
zwar auch eine Garderobe und fein gekleidete Menschen, daneben sitzen aber auch ganz selbstverständlich welche mit der Einkaufstüte. Ich hatte einen Platz
nahe an der Bühne und bekam so fast hautnah die großartigen Leistungen der Spieler dieses Vierpersonenstücks mit, allen voran die von John Simm, den
ich aus einigen ausgezeichneten BBC-Fernsehproduktionen kenne. Erst in der Pause schlug der Blitz ein: Ich hatte mir doch gewünscht, jemanden zu treffen, den ich
kenne! Ich hatte ja nicht genau spezifiziert, inwiefern ich denjenigen kennen sollte. Dafür präsentierte mir das Universum gleich drei Leute, die ich
kannte: Neben John Simm spielten nämlich noch Ian Hart und Lucy Cohu mit, die mir ebenfalls aus Film oder Fernsehen bekannt waren. Ich war regelrecht
erschüttert.
Das mußte mit einem guten Ale gefeiert werden! Nach der Vorstellung verschlug es mich in einen Pub, wo sich gleich ein nettes Gespräch mit ein paar Leuten
aus Manchester entspann (ich wurde daran erinnert, daß es wohl eine oder zwei Fußballmannschaften in Graz gibt); anschließend zog es mich weiter
Richtung Covent Garden. Ich war immer noch zutiefst berührt darüber, wie schnell sich heute alles manifestierte, und mir fiel im Moment partout nichts mehr
zum Wünschen ein. Demzufolge teilte ich dem Universum mit, daß ich jetzt einfach überrascht werden wollte. … Und das war ich denn auch, als ich wenige
Zeit später mit offenem Mund vor der Grand Lodge der englischen Freimaurerei stand: Ein Gebäude, groß wie ein Hotel, prunkvoll wie eine Bank. Okay…!
Ich aß ein Sandwich zu Abend und überlegte mir übermütig meinen nächsten Wunsch: Ich wollte eine Frau küssen. Wenn man auf solch einer
Welle surft, muß man das schließlich ausnützen! Und wieder hatte ich den Wunsch nach kurzer Zeit vergessen, deshalb dachte ich mir nichts dabei, als
ich auf dem Weg zurück nach Charing Cross an einer jungen Frau vorbeilief, die eine noch nicht brennende Zigarette im Mund stecken hatte und verzweifelt in ihrer
Handtasche kramte. Ich machte nach zwei Metern kehrt und bot ihr Feuer an. Sie war über die Aufmerksamkeit offensichtlich hoch erfreut und meinte noch, was für
ein beeindruckendes Feuerzeug ich hätte – ob ich versuchen würde, sie zu beeindrucken? Na klar, meinte ich grinsend, wann immer sich die Gelegenheit
ergibt… und wünschte ihr noch einen schönen Abend. Beschwingt zog ich weiter, und dann erst fiel mir mein Wunsch wieder ein. Ich Idiot! Das wäre die
Gunst des Augenblicks gewesen! Sie hatte doch klar mit mir geflirtet. Tja, scheinbar war ich nicht geistesgegenwärtig genug gewesen, auch dieses Geschenk des
Universums noch voll und ganz auszupacken. Aber davon wollte ich mir diesen fantastischen Tag jetzt auch nicht verderben lassen. Zurück bei meinen Freunden sah
ich auf dem Stadtplan nach, wo ich mich heute überall herumgetrieben hatte und bemerkte, daß ich im Prinzip eine liegende Acht gegangen war. Schon irgendwie
passend!
Am zweiten Tag begleitete mich Christiane ein Stück: Wir wollten die
Temple Church besichtigen. Es ist gar nicht so leicht, den
Temple-Bezirk in der Nähe der Royal Courts of Justice zu finden, aber sobald man dort ist, umgibt einen eine Stille, die für London geradezu erstaunlich ist.
Nachdem wir die ersten Fotos von der Kirche gemacht hatten, stellte Christiane fest, daß der Eingang verschlossen war: Gerade hatte ein anderer Tourist versucht,
hineinzugelangen und war enttäuscht zurück gekommen. Davon wollte ich mich nicht aufhalten lassen; wir umrundeten die Kirche, um einen anderen Eingang zu
finden, das war aber nicht von Erfolg gekrönt. "Dann versuch ich's auch noch mal beim normalen Eingang", meinte ich, ließ mich vom davor gestellten
Plakatständer nicht abschrecken und siehe da: die Tür ging auf! Zwar trafen wir auf einen Angstellten, der uns erklärte, daß die Kirche geschlossen
sei, aber nachdem ich kurz mit ihm geredet hatte, war er einverstanden, daß wir für ein paar Minuten herein durften, bis er irgendwelche Sachen fertig sortiert
hatte. Auf diese Weise hatten wir genau die Zeit, die wir brauchten, um die erstaunliche Stimmung hier zu genießen. Wieder war ein Wunsch in Erfüllung gegangen!
Vorbei an den (hier schon beinahe inflationär vorhandenen) parkenden Bentleys und Aston Martins schlenderten wir zurück, statteten kurz Twinings London einen
Besuch ab und fanden dann auch noch unglaublicherweise einen freien Platz in einem Starbuck's. Anschließend verließ ich Christiane, um mich weiter durch London
treiben zu lassen: Ich war noch nie beim Buckingham Palace gewesen, und traf dort rechtzeitig zur Change of the Guard ein.
Zum Mittagessen telefonierte ich mich mit einer Bekannten zusammen, die hier studiert. Wir trafen uns auf der Oxford Street, und sie erzählte mir vom Stadtteil
Camden Town. Dort gibt es wohl viele Gothic-Shops. Das interessiert mich zwar nicht, doch es könnte gut sein, daß sich darunter auch etwas Magie-Bezogenes findet.
Schon hatte ich meinen nächsten Wunsch: etwas außergewöhnlich Magisches zu finden. Ich begleitete Kathrin noch zur U-Bahn, aber eingedenk dessen, daß
dort alles völlig überfüllt war, verzichtete ich dann doch darauf, nach Camden zu fahren. Stattdessen merkte ich, daß ich mittlerweile in der
Nähe des British Museum war! Na, dann stand ja vielleicht doch noch die Moctezuma-Ausstellung an.
Frohgemut macht ich mich auf den Weg dorthin (okay, mit etwas längeren Abstechern in zwei Comicläden, die sich auf dem Weg befanden) – und mußte
dann feststellen, daß ich gar nicht mehr so viel Zeit hatte. In einer dreiviertel Stunde sollte ich schon meinen Gastgeber Halko bei dessen Arbeitstelle abholen.
Die Ausstellung hätte mehr Zeit gebraucht. Also beschloß ich, einfach mal aufs Geratewohl durch die anderen Räume des Museums zu wandern. Bald war ich
in der Abteilung des Age of Enligthenment (Aufklärung) angelangt … und stand vor einer Vitrine, in der neben anderen magischen Objekten aus dieser Zeit auch die
Kristallkugeln des John Dee präsentiert wurden! Sagenhaft! Darauf wäre ich
nie gekommen, als ich mir etwas Magisches gewünscht hatte.
Dankbar und beglückt machte ich mich auf den Weg zum Shell Building, wo mich Halko noch auf die Aussichtsterrasse mitnahm und ich einen atemberaubenden
Panoramablick über das abendliche London genießen konnte. Und mir wurde klar, daß sich all meine Wünsche nicht deshalb so schnell manifestiert
hatten, weil es London war, sondern weil ich mich hier so zu Hause fühle.
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